Der Wechsel von verwitterten Tonsteinen des Gipskeupers zu quartären Hangschuttdecken prägt den Baugrund in Reutlingen. Am Fuß der Achalm, wo die Stadt auf 382 Metern Höhe liegt, reichen einfache Rammkernbohrungen oft nicht aus. Die Schürfgrube liefert hier den entscheidenden Einblick. Ein Verfahren, das den ungestörten Bodenkörper freilegt. Unser geotechnisches Team führt den Aufschluss nach DIN 4124 aus. Wir dokumentieren Schichtgrenzen, Kluftflächen und Wasserzutritte direkt im Feld. In den steilen Hanglagen von Gönningen oder Bronnweiler, wo Hanglehm über Kalkstein lagert, ergänzen wir die Grubenaufnahme mit dem CPT-Versuch für einen tiefenorientierten Eindringwiderstand, bevor das Gründungsgutachten erstellt wird. Nur so lassen sich die komplexen Verwitterungsprofile des Lias sicher beurteilen, die für Überraschungen beim Aushub bekannt sind.
Eine Schürfgrube am Albrand ersetzt keine 30 Sondierungen – aber sie liefert die entscheidenden vier Quadratmeter Wahrheit für das Baugrundmodell.
