Zwischen dem schweren Tonboden in der Reutlinger Nordstadt und den kiesigen Ablagerungen entlang der Echaz im Süden liegen fundamentale Unterschiede in der Tragfähigkeit. Eine flexible Fahrbahn, die in Sondelfingen problemlos funktioniert, kann in Orschel-Hagen nach drei Wintern verformt sein – das liegt nicht am Asphalt, sondern an dem, was darunter liegt. Wir beproben den Untergrund in allen Reutlinger Stadtteilen, bevor die erste Asphaltschicht aufgebracht wird. Die Bemessung flexibler Fahrbahnen erfolgt bei uns über die mechanistischen Ansätze der RStO 12, ergänzt durch eigene CBR-Werte aus dem CBR-Versuch und Plattendruckmoduln aus statischen Lastplattendruckversuchen. In Gönningen, auf über 700 Metern Höhe am Albtrauf gelegen, müssen wir zusätzlich Frostempfindlichkeitsklassen berücksichtigen, die im geschützten Echaztal keine Rolle spielen. Das Labor in Reutlingen arbeitet nach ISO 17025 und liefert Kennwerte, die exakt auf die lokale Geologie abgestimmt sind.
Eine flexible Fahrbahn in Reutlingen ist nur so gut wie die erste Lage Frostschutz – wer hier spart, bezahlt nach zwei Frost-Tau-Wechseln doppelt.
Methodik und Umfang
In Reutlingen sehen viele Planer das Problem erst beim Abnahmetermin: Spurrinnen in der Deckschicht, obwohl die Einbaudiagnose tadellos war. Das Versagen beginnt fast immer im Unterbau. Wir setzen deshalb auf eine mehrstufige Untersuchungskette: Am Anfang steht die Bodenklassifikation nach DIN 18196, dann folgen Tragfähigkeitsmessungen mit dem leichten Fallgewichtsgerät auf der Schottertragschicht und schließlich die rechnerische Dimensionierung des Asphaltpakets. Eine flexible Fahrbahn in Reutlingen muss Verkehrslasten der Belastungsklasse Bk10 bis Bk100 aufnehmen – je nachdem, ob es sich um eine Wohnstraße in Betzingen oder die Zufahrt zum Industriegebiet Mark-West handelt. Die Asphaltschichten dimensionieren wir nach den Mehrschichtmodellen der RStO, wobei die Steifigkeitsmoduln der einzelnen Lagen temperaturabhängig iteriert werden. Für die Frostschutzschicht verwenden wir abgestufte Mineralgemische 0/45, deren Verdichtungsgrad wir mit dem Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2 überwachen.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet die Bemessung einer flexiblen Fahrbahn in Reutlingen?
Die Kosten für die vollständige Bemessung – inklusive Untergrunderkundung, CBR-Versuchen, Plattendrucktests und rechnerischer Dimensionierung – liegen in Reutlingen je nach Fahrbahnlänge und Belastungsklasse zwischen 1.420 und 4.820 Euro. Der Aufwand hängt stark von der Anzahl der erforderlichen Aufschlüsse und der Homogenität des Untergrunds ab.
Welche Belastungsklasse gilt für eine Wohnstraße in Reutlingen?
Für Wohnstraßen in Reutlingen – etwa in Sondelfingen, Betzingen oder Orschel-Hagen – wird in der Regel Belastungsklasse Bk1,0 oder Bk3,2 nach RStO angesetzt. Maßgebend ist die tägliche Zahl äquivalenter 10-Tonnen-Achsübergänge. Bei Stichstraßen mit weniger als 10 Achsübergängen pro Tag kann auch Bk0,3 ausreichend sein.
Warum ist der CBR-Versuch für Reutlinger Böden so wichtig?
Der CBR-Versuch liefert den entscheidenden Kennwert für die Tragfähigkeit des Untergrunds. In Reutlingen wechseln verwitterte Kalksteine, Lösslehme und Echazschotter auf engem Raum – ohne CBR-Werte für jede homogene Zone kann die Dicke der Schottertragschicht nicht wirtschaftlich und sicher bemessen werden.