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Untertagebau in Reutlingen

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Der Untertagebau umfasst sämtliche Tiefbauarbeiten und ingenieurtechnischen Maßnahmen, die unter der Geländeoberkante ausgeführt werden. In Reutlingen, einer Stadt geprägt von der Hanglage der Schwäbischen Alb und den engen Tälern von Echaz und Breitenbach, ist dieser Bereich von zentraler Bedeutung für die städtische Verdichtung. Die Kategorie beinhaltet die Planung, Bemessung und Ausführung von tiefen Baugruben, Tunnelvortrieben und Leitungsgräben, die aufgrund der schwierigen topografischen Verhältnisse oft unvermeidbar sind. Eine fachgerechte geotechnische Bearbeitung ist hier unerlässlich, um die Standsicherheit angrenzender Bebauung und die Sicherheit der ausführenden Fachkräfte zu gewährleisten.

Die lokale Geologie Reutlingens ist maßgeblich durch den Jura der Schwäbischen Alb und die darunterliegenden Schichten des Keupers geprägt. Insbesondere die verwitterungsanfälligen Ton- und Mergelsteine sowie die Verkarstungsprozesse im Weißjura stellen eine große Herausforderung dar. Hangrutschungen und unerwartete Hohlräume sind keine Seltenheit. Daher ist eine detaillierte Baugrunderkundung die Grundlage jeder Maßnahme im Untertagebau. Die Geotechnische Bemessung tiefer Baugruben muss diese komplexen Wechselwirkungen zwischen Gebirge und Verbaukonstruktion präzise abbilden, um wirtschaftliche und sichere Lösungen zu ermöglichen.

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Für alle Projekte im Untertagebau in Reutlingen ist die Einhaltung der deutschen Normenkette DIN EN 1997 (Eurocode 7) in Verbindung mit der DIN 1054 als nationalem Anhang verpflichtend. Diese Regelwerke definieren die Anforderungen an geotechnische Kategorien, Sicherheitsnachweise und die Überwachung. Ergänzend sind die Vorgaben der DIN 4123 für Ausschachtungen und Gründungen sowie die Empfehlungen des Arbeitskreises Baugruben (EAB) heranzuziehen. Eine kontinuierliche Geotechnische Baugrubenüberwachung ist gemäß diesen Normen nicht nur eine Empfehlung, sondern bei tiefen Baugruben im innerstädtischen Bereich eine zwingende Auflage, um Abweichungen vom prognostizierten Verhalten sofort zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die Anwendungsbereiche in Reutlingen sind vielfältig und reichen vom klassischen Tiefbau für Mehrfamilienhäuser mit Tiefgaragen in Hanglage bis hin zu komplexen Infrastrukturprojekten. Typische Projekte sind die Herstellung von unterirdischen Regenrückhaltebecken zum Schutz vor Starkregen, die Erneuerung des städtischen Kanalnetzes in großen Tiefenlagen oder der Bau von Versorgungstunneln. Auch die Sicherung von Bestandsgebäuden durch Unterfangungen bei Nachverdichtungsmaßnahmen in den Stadtteilen Betzingen oder Ohmenhausen fällt in diesen Bereich. Jedes dieser Vorhaben erfordert eine maßgeschneiderte ingenieurtechnische Betreuung von der ersten Erkundung bis zur abschließenden Dokumentation.

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Verfügbare Leistungen

Geotechnische Bemessung tiefer Baugruben

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Geotechnische Baugrubenüberwachung

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Häufig gestellte Fragen

Was genau versteht man unter Untertagebau in der Geotechnik?

Untertagebau bezeichnet alle Ingenieurbauwerke und -verfahren, die unter der Erdoberfläche ausgeführt werden, wie tiefe Baugruben, Tunnel und Schächte. Im Gegensatz zum oberflächennahen Tiefbau erfordert er spezielle Sicherungsmethoden für die Baugrubenwände und eine detaillierte Analyse des umgebenden Gebirges, um die Standsicherheit dauerhaft zu gewährleisten.

Welche besonderen geologischen Risiken gibt es in Reutlingen für den Untertagebau?

In Reutlingen sind vor allem die Ton- und Mergelsteine des Keupers problematisch, die bei Wasserzutritt aufquellen und ihre Festigkeit verlieren. Zudem birgt der verkarstete Weißjura der Schwäbischen Alb das Risiko von unvorhergesehenen Hohlräumen und Dolinen, was die Planung und Ausführung von Untertagebauten erheblich erschwert und umfangreiche Erkundungsmaßnahmen nötig macht.

Welche Normen sind für eine tiefe Baugrube in Deutschland verbindlich?

Die Planung und Ausführung tiefer Baugruben wird durch den Eurocode 7 (DIN EN 1997) und seinen nationalen Anhang DIN 1054 geregelt. Ergänzend sind die DIN 4123 für Ausschachtungen und Gründungen sowie die Empfehlungen des Arbeitskreises Baugruben (EAB) maßgebend. Diese Normen legen die erforderlichen Sicherheitsnachweise und die Einstufung in geotechnische Kategorien fest.

Warum ist ein geotechnisches Monitoring während der Bauphase so wichtig?

Ein geotechnisches Monitoring dient dem kontinuierlichen Soll-Ist-Vergleich zwischen der theoretischen Bemessung und dem realen Verhalten des Baugrunds. Nur so können unerwartete Verformungen am Verbau oder Setzungen an Nachbargebäuden frühzeitig erkannt werden. Dies ermöglicht es, sofort reagieren und kostspielige Schäden sowie Gefahren für die Arbeitssicherheit abwenden zu können.

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