Zwischen dem tonig-lehmigen Untergrund in Betzingen und dem verwitterten Jura-Kalk am Albtrauf bei Gönningen liegen Welten, was das Baugrundverhalten angeht. Reutlingen erstreckt sich über die Schwäbische Alb und das Albvorland, und genau diese geologische Grenzlage macht die Korngrößenanalyse zum entscheidenden Werkzeug für jede Baumaßnahme. Wer hier ein Fundament oder eine Straße plant, muss die Kornverteilung exakt kennen, denn ein Boden mit 15 % Tonanteil reagiert völlig anders auf Wasser als ein sandiger Kies mit kaum Feinkorn. Unser Labor führt die kombinierte Sieb- und Aräometeranalyse nach DIN EN ISO 17892-4 durch und liefert die Körnungslinie, die Sie für die Klassifikation nach DIN 18196 benötigen – ohne Rätselraten, dafür mit präzisen Kennwerten wie d10, d60 und der Ungleichförmigkeitszahl Cu.
Eine vollständige Körnungslinie von 63 mm bis 0,001 mm erspart Ihnen teure Nachträge, weil Frostempfindlichkeit und Verdichtbarkeit nicht geschätzt, sondern berechnet werden.
Lokaler geotechnischer Kontext
Das historische Reutlingen wuchs entlang der Echaz auf holozänen Talfüllungen, während die Industriegebiete im Norden auf mächtigen Kiesterrassen liegen – ein Stadtgefüge, das bis heute die Baugrundrisiken diktiert. Wer in den Auebereichen ohne eine vollständige Korngrößenanalyse baut, riskiert, dass sich ein als 'tragfähig' eingestufter Kies bei Wasserzutritt als feinsandiger, schluffiger Kies entpuppt und Setzungen verursacht. Noch kritischer sind die Gipskeuper-Auslaugungszonen im tieferen Untergrund, wo Feinkornanteile die innere Erosion begünstigen können. Das Laborprotokoll mit Sieblinie und Aräometerkurve gibt Ihnen die Sicherheit, dass Ihr Bodengutachter die richtige Frostschutz- oder Filterbemessung ansetzt und Sie nicht auf einen Baugrund treffen, den es auf dem Papier nie gab.
Häufig gestellte Fragen
Wann brauche ich in Reutlingen eine Siebanalyse mit Aräometer statt nur einer einfachen Siebung?
Sobald der Boden sichtbare Feinkornanteile (Schluff oder Ton) enthält oder das Material trüb abfärbt, ist der Aräometerversuch vorgeschrieben. In den Echaz-Auen und auf den tonigen Verwitterungsböden der Alb ist das fast immer der Fall. Die reine Siebung erfasst nur Körner >0,063 mm, der Aräometer liefert die Kornverteilung bis 0,001 mm – erst damit können Sie die Frostempfindlichkeitsklasse korrekt bestimmen.
Wie viel Probenmaterial wird für die Korngrößenanalyse benötigt?
Die notwendige Probenmenge richtet sich nach dem Größtkorn. Für einen typischen Sand mit Kies bis 31,5 mm reichen ca. 5 kg; bei gröberem Material (bis 63 mm) benötigen wir etwa 15 kg. Für den Aräometerversuch entnehmen wir eine Teilprobe des Feinkorns <0,5 mm. Unser Labor sagt Ihnen vor der Probenahme genau, welche Menge Sie je nach Baugrund bereitstellen müssen.
Was kostet eine vollständige Korngrößenanalyse inklusive Siebung und Aräometerversuch?
Für eine kombinierte Prüfung nach DIN EN ISO 17892-4 mit Siebung und Aräometer liegen die Kosten je nach Probenbeschaffenheit und Aufbereitungsaufwand zwischen €110 und €180. Enthalten sind die Körnungslinie, die Kennwerte d10/d30/d60 mit Cu und Cc sowie die Bodenklassifikation nach DIN 18196.
Wie lange dauert die Korngrößenanalyse im Labor?
Die Standardbearbeitung dauert 4 bis 6 Werktage, da die Sedimentationsanalyse im Aräometer Zeit braucht. Wenn es schneller gehen muss, bieten wir eine Expressbearbeitung an, bei der Sie die Ergebnisse innerhalb von 2 Werktagen erhalten. Sprechen Sie uns bei der Probenübergabe einfach darauf an.